Mit 3 Kindern in 7 Jahren finanziell frei

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Hallo Marcello, kannst Du Dich unseren Lesern kurz mal vorstellen?

Hallo und vielen Dank Gisela, für das Interview und die Möglichkeit mich hier vorzustellen. Mein Name ist Marcello, bin 36 Jahre alt, gelernter Kaufmann, verheiratet und Vater von 3 Kinder. (1x 8 Jahre, Zwillinge, 5 Jahre)

Wie und wann ist Dein Wunsch nach finanzieller Freiheit entstanden? 

Der Wunsch nach finanzieller Freiheit kam vor 3 Jahren.

Zu diesem Zeitpunkt hatten wir unser Mehrfamilienhaus (6 Wohnungen) bereits 10 Jahre finanziert. Nach der Anschlussfinanzierung hatten wir plötzlich eine ganz andere Situation als in den 10 Jahren davor. Wir hatten finanziell einen Mega-Sprung nach vorne gemacht. Die Restschuld war natürlich niedriger. Der Kreditzins war günstiger und der monatliche Bauspar-Betrag fiel weg. Der wurde damals als zusätzliche Sicherheit mit abgeschlossen. Der komplette Bauspar-Betrag wurde dann auch direkt zur Sondertilgung genutzt. Die Restschuld war dann nochmals um einiges niedriger. Somit deckten die Mieteinnahmen –die über die Jahre dem Mietspiegel immer wieder angepasst wurden, die neue Kreditrate und die Verwaltungskosten ab. Und zusätzlich blieb noch etwas Geld über. Wir leben also seit drei Jahren mietfrei mit im Mehrfamilienhaus.

Hast Du Vorbilder gehabt?

Ich habe keine konkreten Vorbilder. Ich bewundere dennoch einige Persönlichkeiten. Klassische Finanz-Bücher wie z.B. „Rich Dad Poor Dad“ von Robert Kiyosaki  oder auch „Der Weg zur finanziellen Freiheit“ von Bodo Schäfer haben mich mit Sicherheit beeinflusst. Beide Bücher sind nach wie vor absolut empfehlenswert!

Ich sehe, der Hauptweg des Vermögensaufbaus scheint bei Euch die Immobilie zu sein. Verfolgt Ihr auch noch andere Strategien? 

Ja stimmt, die Immobilie ist ganz klar unsere Basis für den Vermögensaufbau. Als der Entschluss zur finanziellen Freiheit kam und konkreter wurde, haben wir zusätzlich angefangen, eine hohe Sparquote zu halten um diese dann in Dividenden-Aktien zu investieren. Wir investieren somit, – unserer Meinung nach -in zwei der besten Asset-Klassen, die es schon seit hunderten Jahren gibt und die sich bewährt haben: Immobilien und Aktien. Wir fühlen uns somit gut diversifiziert. Wir investieren in Sachwerte. Wir haben keine Versicherungen.

Wie weit bist Du auf dem Weg zum Ziel?

Wenn nichts unerwartet dazwischen kommt und wir alle gesund bleiben, sollten wir im Jahr 2025 schuldenfrei sein. Also in sieben Jahren. Dann wären meine Frau und ich Mitte 40. Eine finanzielle Sicherheit haben wir bereits heute, da wir mietfrei leben können und ein gutes Einkommen haben. Das gibt uns schon mal ein sehr gutes Gefühl. Ab 2025 können wir uns dann ernsthafte Gedanken über einen Halbtags -oder auch Minijob machen. Die 40 Std/Woche und mehr, wäre nach heutigem Stand definitiv nicht mehr nötig.

Was würdest Du als wesentliche Hürden bezeichnen, die Dich von Deinem Weg schon mal abgebracht haben oder bei denen Du befürchtest, dass sie Dich abbringen könnten? 

Es ist das alltägliche Leben und das Umfeld. Sei es die Kollegen, Freunde, Fremde oder auch die eigene Familie. In all diesen Bereichen gibt es Menschen, die es sich schlichtweg nicht vorstellen können, früher in den „Ruhestand“ zu gehen. „Es sei nicht möglich“ heißt es oft in Gesprächen. Diese Menschen können einem –wenn auch teilweise unbewusst, vom eigenen Weg abhalten. Sie haben entweder selbst schlechte Erfahrungen gemacht, sind grundsätzlich misstrauisch oder einfach nur gestresst vom Leben, sodass sie Dir ihre negative Stimmung übertragen. Die tägliche Selbstmotivation und Überzeugung von seinem Vorhaben, ist hier sehr entscheidend.

Wie sieht Dein Leben aus, wenn Du Dein Ziel erreicht haben wirst? Wie stellst Du Dir das vor? 

Ich stelle mir unser Leben entspannter und ungezwungener vor. „Nichts tun“ ist hier mit Sicherheit die falsche Vorstellung. Wir würden uns auch nach Erreichen der finanziellen Freiheit, Aufgaben widmen die uns erfüllen und Spaß machen. Das ist – so glaube ich, der wahre Sinn des Lebens. Sich auch die Zeit für die wichtigen Dinge nehmen zu können. Meine mittlere Tochter fragt mich sehr oft, ob ich denn wieder zur Arbeit müsse und ob es dann schon dunkel sei, wenn ich wiederkomme. Meine Tochter ist wie bereits erwähnt, 5. Das sind die Momente, die mir im Kopf bleiben und ich mir dann sage, es ist richtig und wichtig, es durchzuziehen.

Du redest immer so schön im Plural. Wie sieht das Deine Frau, strebt sie auch nach der finanziellen Freiheit? 

Meine Frau und ich sind uns in vielen Dingen ähnlich und auch einig. Unserer Kinder haben höchste Priorität! Über nötige Klamotten, Anschaffungen oder gutes Essen diskutieren wir selten bis gar nicht. Ich bin eventuell etwas extremer beim Thema Sparen. Meine Frau gönnt sich da eher mal ´ne Kleinigkeit. Aber grundsätzlich ist sie vom Gedanken der finanziellen Freiheit ebenfalls überzeugt und weiß, was langfristig dafür nötig ist.

Kannst Du Dir auch Nachteile der finanziellen Freiheit vorstellen?

Die wird es geben, ganz sicher. Denn finanzielle Freiheit bedeutet in gewisser Weise Verzicht, Sparen und somit bescheidener Leben. Eben nicht ständig auf großem Fuß leben. Die möglichen Schwierigkeiten liegen etwa in der Werbung, die uns überall umgibt. Neid, Missgunst oder evtl. vermeintlich neue Freunde. Oder sei es die neue Aufgabenfindung. Die Umstellung kann durchaus seine Zeit benötigen. Sich nicht ständig verleiten zu lassen eine Konsum-Dummheit zu begehen, weil z.B. der neue Porsche vom Nachbar so toll ist. Gespräche mit Menschen meistern, die stets die Meinung vertreten: „Es sei doch nicht möglich“.

Lieber Marcello, ich wünsche Euch Fünfen alles Gute auf dem Weg zur finanziellen Freiheit. Danke für die vielen spannenden Einblicke in Euer Leben! 

 

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